Durchblutungsstörungen bei Diabetes

 
Diabetes und Durchblutungsstörungen


Durchblutungsstörungen treten im Zusammenhang mit Diabetes vor
allem an folgenden Organen auf:
 

·        Augen

·        Nieren

·        Füße

·        Herz

·        Sexualorgane  

 

 Augen: 


-         nichtproliferative diabetische Retinopathie
     (es bestehen Mikroaneurysmen)

-         proliferative diabetische Retinopathie
     (es kommt zur Neovaskularisation an der Retina (Netzhaut und 
      u.U.  zur Einblutung in den Glaskörper)


 Behandlung:                    

  -  Laser-Therapie,
                                          

   -  BZ-Einstellung optimieren 


Bei Nichtbehandlung:        

 -  Erblindung   

 

 

 Nieren: 


Diabetische Nephropathie (u. Hypertonie) 

-         Beginnende diabetische Nephropathie:
    mehrfach im 24 h - Urin Mikroalbuminurie
    (= 30 mg – 300 mg Eiweiß in 24 h)
    Blutdruck meist > 140/90 mmHg

-         gute BZ-Einstellung, RR < 140/90 mmHg,
     Nichtrauchen führt meist zum Stillstand des
     Krankheitsverlaufs



-         Manifeste diabetische Nephropathie
     Makroalbuminurie (> 300 mg/24h Eiweiß/Urin)
     u.U. schon < GFR

-         Verlauf abhängig von:

    + RR-Einstellung 
    +
 Rauchen
   
+ Eiweißzufuhr
   
+ BZ-Einstellung

-         bei ungünstigem Verlauf:
     Dialyse - Behandlung

 

 Füße: 


Diabetischer Fuß

Ursachen:              - periphere Polyneuropathie
                            - AVK (arterielle Verschlußkrankheit)
                            - Infektion

Risikofaktoren:
-    schlechte BZ-Einstellung
-     Rauchen
-     Bewegungsmangel
-    hohe Cholesterinwerte
-    Druck-/Scheuerstellen an den Füßen
   [z.B. durch unpassendes Schuhwerk]
-     nicht ausreichende/falsche Fußpflege   

Vorbeugung:      siehe oben 

Behandlung:       siehe ausführliches "Fußthema"

 

(u.U. überwarme Füße bei Polyneuropathie = sympatische    
  Nervenfunktion gestört)

 

 Herz: 


-         Koronarsklerose
-         diabetische Herzmuskelerkrankung (Herzinsuffizienz)
-         autonome Neuropathie 


    
= Syndrom des diabetischen Herzens  
     (
Bei Typ 2-Diabetes häufiger als bei Typ 1-Diabetes) 



Komplikationen bei/nach Herzinfarkt häufiger und schwerer als bei Nichtdiabetikern. 


Risikofaktoren:
-         schlechte BZ-Einstellung
-         Rauchen
-         Bewegungsmangel
-         hohe Cholesterinwerte
-         Übergewicht  


Vorbeugung:
Risikofaktoren minimieren

 


 Sexualorgane:  

Erektile Dysfunktion

- psychisch oder
-  organisch bedingt

-   3x so häufig wie bei Nichtdiabetikern auftretend 
-         i.d.R. in Verbindung mit einer peripheren oder  
    autonomen Neuropathie auftretend

Ursachen:
-         schlechte Stoffwechseleinstellung
-         organisch bedingte Impotenz
     (neurogen, arteriell, venös, hormonell)
-         psychogene Impotenz

 Therapie:
-         BZ-Einstellung optimieren
-         SKAT (Schwellkörper-AutoinjektionsTherapie)
-         technische Hilfsmittel
-    Medikamenteneinnahme