Süßstoffe

Immer wieder werde ich bei Fortbildungen von Fachpersonal bzw. Patientenschulungen mit  der Frage konfrontiert, ob Süßstoff nicht auch u.U. gefährliche Gesundheitsschäden verursachen kann.

Im Folgenden nun die Stellungnahme / Veröffentlichung von Fachinstituten, die nicht von der Zucker- oder Süßstoffindustrie gesponsert werden oder in deren Auftrag handeln.

Egon Manhold

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S ü ß s t o f f e

 Die angegebenen Höchstmengen an Süßstoffen sind für einen lebenslangen täglichen Verzehr berechnet. Hinzu kommt ein Sicherheitsfaktor von 100. Das heißt: Auch die 100-fache Menge ist nicht schädlich. Weil die meisten Süßstoffprodukte ein Gemisch unterschiedlicher Substanzen enthalten, werden die Höchstmengen praktisch nicht überschritten. 

Kalorien-/KH-freie SüßstoffeSüßkraft im
Vergleich zu Zucker
Tägl. Höchst-
menge an
Tabletten (75 kg KG)
besondereEigen-schaftenNummer
in derZutaten-
liste
Acesulfam K(Industrie)130 – 200
   – fach
--Aroma-verstärkendE 950
Aspartam(enthält Phenylanalin)200
   – fach
167 Stück enth. etwasEnergie
(unbedeutend)
E 951
Cyclamat 35
   – fach
  21 Stückwird unver-ändert aus-geschiedenE 952
Neohesperidin DC(Industrie)1800
  – fach
--zugemischt,hitzestabilE 959
Saccharin   hitze-/gefrier-/lagerfest300 – 500
   – fach
  75 StücksieheCyclamatE 954
Thaumatin(Industrie)3000
  – fach
--ger. Energie,zugemischtE 957

nach Sabine Tiepolt und Dr. med. Monika Toeller,  DDFI, Düsseldorf

 

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  Machen Süßstoffe dick?      NEIN!!

Zu Unrecht verpönt: Süßstoffe
Durch Einsatz in Tierfutter sind Süßstoffe als Masthilfsmittel gebrandmarkt
DIET: Süßungsmittel sind ein sinnvoller Bestandteil einer Reduktionskost
Süßstoffe steigern weder den Appetit, noch machen sie dick, berichtet heute Katrin Raschke, Diplom Oecotrophologin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen. Dieses weit verbreitete Vorurteil basiert auf der Behauptung, dass ein Einsatz von Süßstoffen als appetitanregende Mittel in der Schweine- und Kälbermast erfolge.

Bei Menschen ist die Verwendung von Süßstoffen in einer Reduktionskost jedoch sinnvoll und notwendig, betont Raschke. Sie ermöglichen die Einsparung von vier Kilokalorien pro Gramm Zucker ohne Verzicht auf den Süßgeschmack. Vor allem der Einsatz von Süßstoffen in gesüßten Erfrischungsgetränken und zum Süßen von Tee und Kaffee ist sinnvoll.

Süßstoffe für den angenehmen Geschmack
Süßstoffe sind durchaus ein Bestandteil der Ernährung von Nutztieren, vor allem von Ferkeln und Kälbern, erläutert Raschke. Die Zugabe von Süßstoffen hilft, bitter oder sauer wirkende Komponenten des Futters, wie sie beispielsweise Medikamente hervorrufen, zu maskieren, oder Futterumstellungen zu erleichtern. Viele Süßstoffe sind im Tierfutter nur in festgelegten Mengen und bis zu bestimmten Altersgrenzen zugelassen. Die Süßstoffe sollen dem Futter einen angenehmen Geschmack geben und so den Futterverzehr steigern oder sichern, sie fördern jedoch nicht den Appetit, betont Raschke.

Die Hypothese ist nicht belegt
Eine Hypothese besagt, dass der Körper den süßen Geschmack als Zuckeraufnahme interpretiert und mit einer Insulinausschüttung reagiert, um den Zucker verwerten zu können. Da nun aber durch den Einsatz der Süßstoffe keine entsprechende Zuckermenge ins Blut gelangt, laufe dieses Insulin "ins Leere" und löse damit weiteren Appetit auf Zucker aus. Diese Hypothese lässt sich jedoch weder in Kurz-, noch in Langzeituntersuchungen experimentell belegen. Süßstoffe sind also keine Dickmacher. Im Gegenteil: Im Rahmen einer fettarmen Reduktionskost können sie die Gewichtsreduktion sinnvoll unterstützen und helfen, schlank zu bleiben.


Sven-David Müller
Pressesprecher DIET
Deutsches Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Kurbrunnenstraße 5
52066 Bad Aachen
Wissenschaftlicher Direktor: Prof. Dr. med. H. Mann
Internet: www.diet-aachen.de 

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