Vorsorge durch richtige Fußpflege und durch Selbstuntersuchung

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Nr. 08 / 2008

Vorsorge durch richtige Fußpflege und durch Selbstuntersuchung ist für Menschen mit Diabetes ein wichtiges Thema!


Oft ist es so, dass gerade die Füße vernachlässigt werden oder zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Besteht eine schlechte Durchblutung oder leidet jemand an Empfindungsstörungen so bleiben oft rissige Haut oder kleine Verletzungen, Blasen an den Füßen unerkannt. Das kann fatale Folgen nach ziehen. Kleine Ursachen können zu schweren Entzündungen führen.
Daher ist auch hier Vorbeugen besser als heilen.
Hier die wichtigsten Tipps für die richtige Fußpflege.

 

 

Highlights
Füße richtig waschen
  • Wassertemperatur nicht über 37 Grad (bei bestehender Nervernerkrankung unbedingt einen Badethermometer verwenden).
  • Nicht länger als 3-5 Minuten  (damit die Haut nicht aufweicht und so einen guten Nährboden für Keime und Bakterien bildet).
  • Milde Seifen verwenden. (Rückfettende Seifen oder Kernseifen sind besser als ph-neutrale oder parfümierte Seifen).
  • Weiche Waschlappen benutzen (keine Bürsten oder  Massagehandschuhe – sie können die Haut aufrauen).
  • Nach dem Waschen die Füße gründlich abtrocknen besonders in den Zehenzwischenräumen, damit sich kein Fußpilz ansiedeln kann.
  • Bei trockener, schuppiger Haut eine Fußcreme verwenden – dabei die Zehenzwischenräume aussparen.
 
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Fußnägel richtig pflegen

Beim Kürzen der Fußnägel besteht eine besonders große Verletzungsgefahr: 
Alle scharfen Gegenstände aus Metall können problematisch werden, das gilt besonders für spitze Scheren, Zangen, Knipser.

Besser als das Schneiden der Nägel ist, sie regelmäßig mit einer  Sandpapierfeile oder abgerundeten Diamantfeile zu feilen.

  • Nägel gerade feilen - nur am Nagelrand die scharfen Kanten wenig abrunden
  • Nicht zu tief in die Kanten feilen, auf alle Fälle ein tiefes Ein- bzw. Abschneiden der seitlichen Nagelräder vermeiden. Sonst besteht die Gefahr einwachsender Fußnägel mit Verletzung des Nagelfalzes und Entzündungen.
  • Nägel nicht zu kurz schneiden – Fußnägel sollen mit der Nagelkuppe gerade abschließen.
  • Die Behandlung eingewachsner Zehennägel soll nur vom Fachmann (Arzt/ Fußambulanz) durchgeführt werden.
 
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Hornhaut gehört entfernt

Verdickte Hornhaut ist immer die Folge von Druck. Forschen sie nach der Ursache. Oft sind drückende Schuhe Grund für Hornhaut. Diese Hornhaut kann nun auf gesundes Gewebe drücken, und so können Blasen und Verletzungen entstehen, die man von außen nicht bemerkt. Hornhaut kann mit der Zeit auch rissig werden und somit entstehen leicht Eintrittspforten für Keime und Bakterien, die in das Innere des Fußes eindringen und Entzündungen hervorrufen.

  • Weichen Bimsstein verwenden – am besten nach jeder Fußwäsche benutzen dadurch wird die Neuentstehung von Hornhaut verhindert.
  • Elektrische Fußpflegegeräte können verwendet werden – darauf achten, dass die Reibungshitze nicht zu Verbrennungen führt.
  • Auf keinen Fall Hornhauthobel, Hornhautraspel, Rasierklingen, oder raue Feilen verwenden.
  • Aggressive Hornhautsalben und Tinkturen sind ebenfalls ungeeignet
  • Den Fuß anschließend mit speziellen Fußcremen behandeln, um die Haut geschmeidig zu halten.

Bei dicken Schwielen macht es Sinn sich von einem medizinischen Fußpfleger helfen zu lassen.

Medizinische Fußpflege dient zur Nagelpflege und der regelmäßigen Entfernung von Hornhautschwielen und Hühneraugen.

 
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Hühneraugen – die Folge von Druck

Hühneraugen entstehen durch Druck. Nach der Ursache forschen! Keine zu engen Schuhe tragen.

  • Hornhaut um das Hühnerauge nach dem Fußbad vorsichtig entfernen – wieder am besten mit einem Bimsstein. Der Kern wird sich nach einiger Zeit heben – Geduld haben! 
  • Keine Hühneraugensalben, -tinkturen, oder -pflaster verwenden – sie enthalten stark ätzende Substanzen, die auch gesunde Haut angreifen. 
  • Wegen Verletzungsgefahr sind Scheren, Pinzetten und Rasierklingen ungeeignet!
  • Keine Druckstellenpflaster oder Ballenpflaster nehmen, es entstehen können neue Druckstellen entstehen
 
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Was tun bei Fußpilz?
Fußpilz schädigt durch Riss- und Schuppenbildung die Haut und bildet damit Eintrittspforten für Bakterien. Somit können sich im Rahmen einer Pilzinfektion begleitende, größere bakterielle Infektionen entwickeln.
Wenn sie Fußpilz haben, sollten sie die Füße daher sofort behandeln. Ihr Hausarzt weiß, welches Mittel hilft.
 
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Verletzungen am Fuß

Selbst kleine Wunden gehören sofort behandelt, damit sich daraus nicht ein großes Problem entwickelt!

  • Desinfizieren der Wunde mit sterilen Tupfern und farblosen Desinfektionsmittel
  • Wunde mit sterilem Tupfer abdecken, mit hautfreundlichem Pflaster befestigen.
  • Regelmäßig, am besten zweimal am Tag, die Wunde kontrollieren. 
  • Bei Rötungen, Schwellungen, Eiterbildungen oder Fieber unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Diese Symptome können Vorboten einer gefährlichen Komplikation am Fuß sein
 
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Regelmäßige Fußkontrolle

Jeden Tag.
Bei guten Lichtverhältnissen.
Wenn man nicht mehr so beweglich ist, einen Handspiegel oder Vergrößerungsspiegel verwenden.

Achten auf:

  • Hautverfärbungen (rot, dunkel)
  • Kleine Verletzungen, Druckstellen 
  • Anzeichen einer Entzündung wie z.B. Rötung, Schwellung, Überhitzung der Stelle, Eiterbildung
  • Hornhaut, Schwielen
  • Hühneraugen
  • Trockene, rissige Haut
  • Blasen
  • Fußpilz
  • Eingewachsene, verdickte, weiß oder gelb verfärbte Fußnägel
 
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Das gehört auch dazu

Schützen Sie ihre Füße vor Sonnenbrand!


Gute Schuhe:

  • Der Schuh soll ausreichend Platz in Höhe, Breite und Länge bieten
  • Weiches Oberleder bevorzugen (Gummi und Plastik begünstigen das Entstehen von Fußpilz)
  • Die Schuhsohle soll nicht biegsam sein – der Vorfuß wäre dadurch zu stark belastet
  • Keine dicken Nähte, oder Ösen – diese können Druckstellen verursachen
  • Die Schuhe sollen seitlich nicht stark verdrehbar sein und guten Halt um die Ferse geben.
  • Der Absatz sollte nicht höher als 5 cm sein.
  • Joggingschuhe erfüllen die Anforderung eines passenden Schuhs
  • Die Innensohle soll nicht unterbrochen sein
  • Sandalen sind ungünstig – die Füße sind zu wenig geschützt und Hornhautbildung wird begünstigt
  • Kein „Gesundheitsschuh“ mit vorgegebenen Fußbett
  • Keine Fußreflexzoneneinlage mit vorgegebenem Fußbett
  • Holzpantoffel sind ungeeignet
  • Keine Gummistiefel
  • Nicht ohne Socken oder Strümpfe in geschlossenen Schuhen gehen
  • Kontrollieren, ob keine fremden Gegenstände im Schuh sind, bevor man ihn anzieht
  • Ältere Schuhe sollten keine Unebenheiten wie eine eingerissenes Innenfutter oder aufgeplatzte Nähte haben
  • Schuhe erst am späten Nachmittag kaufen – die Füße sind dann meist etwas dicker als morgens

Gute Strümpfe sollten:

  • Aus Atmungsaktiven Material wie Baumwolle oder Wolle sein – keine Kunstfaser
  • Nicht zu groß sein – zu große Strümpfe bilden leicht Falten oder verrutschen und können dadurch scheuern
  • Keine dicken Nähte aufweisen – es kann zu Druckstellen kommen
  • Nicht gestopft sein – das könnte ebenfalls scheuern
  • Keinen festen Gummizug haben – dieser behindert die Durchblutung
  • Täglich gewechselt werden

Kalte Füße

  • Am besten warme Wollsocken – riskieren sie keine Verbrennungen durch Wärmen der Füße mit einer Heizdecke, Heizkissen, Wärmeflasche, an der Heizung, dem Kamin oder in heißem Wasser.
  • Regelmäßige Fußgymnastik hält die kleinen Gelenke beweglich und kann gegen kalte Füße helfen
 
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Über Diabetes

In Österreich leben derzeit über 300.000 DiabetikerInnen. Weltweit gibt es laut WHO derzeit 177 Millionen DiabetikerInnen. Die Tendenz ist stark steigend. Man unterscheidet Typ-1- und Typ-2-Diabetiker und das Stadium des Prädiabetes. Innovative Therapien machen heutzutage ein fast normales Leben möglich. Auf Urlaubsreisen haben DiabetikerInnen aber einige Dinge zu berücksichtigen. Erfahren Sie alles rund um das Thema Diabetes auf unserer neuen Website www.diabetesportal.at. Die „Gute Reise“ finden Sie unter dem Punkt „Im Alltag“.

 
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Über sanofi-aventis
Die sanofi-aventis Gruppe ist eines der weltweit führenden Pharmaunternehmen. Basierend auf einer der erfolgreichsten pharmazeutischen Forschungen weltweit entwickelt sanofi-aventis führende Positionen in sieben therapeutischen Kernbereichen: Herzkreislauf, Thrombose, Onkologie, Diabetes/Stoffwechselerkrankung, Zentrales Nervensystem, Innere Medizin und Impfstoffe. Die sanofi-aventis Gruppe ist in Paris (EURONEXT : SAN) und in New York (NYSE - SNY) gelistet. Nähere Informationen auf www.sanofi-aventis.at.
 
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zuletzt geändert: September 10, 2008

 

 

Quelle: sanofi aventis, Austria, Diabetes News, 10.09.2008