Diabetes in der Schwangerschaft

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Dienstag, 5. September 2006

Diabetes in der Schwangerschaft

(DIEßEN, 31.08.2006) Bei manchen werdenden Müttern tritt während der Schwangerschaft Diabetes auf. Dieses bleibt oft unerkannt, weil nur wenige Frauenärzte den entsprechenden Test anbieten, berichtet www.Medizin-Auskunft.de. Der Diabetes bedroht aber auch das ungeborene Kind – Fehl- und Frühgeburten können die Folge sein.

Bei etwa fünf bis acht Prozent aller Schwangeren tritt erstmalig während der Schwangerschaft ein Diabetes auf. Das bedeutet auch ein Risiko für das ungeborene Kind. Auf das Konto eines unbehandelten Schwangerendiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, gehen laut Medizin-Auskunft, viele Fehl- und Frühgeburten mit Reifungsstörungen. Zudem werden die Kinder schwerer als gewöhnlich.

Der Gestationsdiabetes bleibt oft unerkannt, weil die Patientin davon meist selbst nichts merkt. Die Blutzuckerwerte steigen dafür in der Regel nicht hoch genug, um typische Symptomatiken auszulösen. Dennoch bedeuten schon gering erhöhte Blutzuckerwerte eine Gefahr für das Heranwachsende. Der Test, um einen Schwangerschaftszucker zu erkennen, ist der so genannte orale Glukosetoleranztest (oGTT). Er sollte zwischen der 24.und der 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Schwangere sollte Ihren Arzt gezielt auf diesen Test ansprechen, da die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur in besonderen Fällen übernehmen.

In der Meldung heißt es weiter: Überschreitet bei dem Test nur ein Blutzuckerwert die festgelegte Normgrenze, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor und die Patientin sollte sich an einen Diabetologen überweisen lassen. Der wird versuchen, die Zuckerwerte durch Ernährungsumstellung, Schulung und Rat zur körperlichen Bewegung in den Griff zu bekommen. Gelingt dies nicht, muss bis zur Geburt Insulin gespritzt werden.

Diabetische Schwangere können so mit hoher Wahrscheinlichkeit ein vollkommen gesundes Kind zur Welt bringen. Die Therapie mit dem körpereigenen Hormon Insulin in der Schwangerschaft ist absolut harmlos. Bei den meisten Patientinnen normalisieren sich die Zuckerwerte nach der Geburt wieder.

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Quelle: Medizin-Auskunft vom 31.08.2006