HbA1c - Welche Fehlermöglichkeiten existieren?
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- Kategorie: für Fachkräfte
Dienstag, 6. November 2007
HbA1c - Welche Fehlermöglichkeiten existieren?
Welche allgemeinen und methodenabhängigen Fehlermöglichkeiten existieren? Die Bestimmung des HbA1c unterliegt einigen Fehlerquellen, die im Einzelnen bekannt sein sollten, um eine exakte Wertung der Befunde vornehmen zu können. Störungen der Messung werden unabhängig von der Methode durch Transfusionen, Anämien, akuten Blutverlust und eine verkürzte Erythrozyten-Lebenszeit (v. a. bei Niereninsuffizienz) verursacht. Des Weiteren führen pathologische Hämoglobine bei Hämoglobinopathien und modifizierte Hämoglobine (wie bei Niereninsuffizienz) zu Messfehlern.
Nach aktuellen Leitlinien [9] gibt es keine klinisch signifikanten Einflüsse von Alter, Geschlecht und Rasse auf die HbA1c-Werte, wobei der Einfluss des Alters in Studien noch kontrovers diskutiert wird und einige Studien einen Anstieg des HbA1c um 0,1 % pro 10 Lebensjahre ab dem 30. Lebensjahr postulieren. Akute Erkrankungen und Nahrungsaufnahme haben ebenfalls keinen signifikanten Einfluss auf das Testergebnis.
Bei einer Diskrepanz zwischen den dokumentierten Blutzuckerwerten und dem HbA1c-Wert sollten eventuelle Fehler stets ausgeschlossen werden. Dazu gehören patientenspezifische Probleme (Fehldokumentation des BZ) und die Bestimmung eines Blutbildes und der Retikulozyten. Gegebenenfalls sollte eine Vergleichsmethode zur Kontrolle des HbA1c herangezogen werden.
Nach aktuellen Leitlinien [9] gibt es keine klinisch signifikanten Einflüsse von Alter, Geschlecht und Rasse auf die HbA1c-Werte, wobei der Einfluss des Alters in Studien noch kontrovers diskutiert wird und einige Studien einen Anstieg des HbA1c um 0,1 % pro 10 Lebensjahre ab dem 30. Lebensjahr postulieren. Akute Erkrankungen und Nahrungsaufnahme haben ebenfalls keinen signifikanten Einfluss auf das Testergebnis.
Bei einer Diskrepanz zwischen den dokumentierten Blutzuckerwerten und dem HbA1c-Wert sollten eventuelle Fehler stets ausgeschlossen werden. Dazu gehören patientenspezifische Probleme (Fehldokumentation des BZ) und die Bestimmung eines Blutbildes und der Retikulozyten. Gegebenenfalls sollte eine Vergleichsmethode zur Kontrolle des HbA1c herangezogen werden.
Mögliche Ursachen falsch niedriger HbA1c-Werte:
- Hämoglobinopathien: z. B. Hb S, Hb C, Hb D (v. a. Beeinflussung der ladungsabhängigen Trennverfahren)
- Hämolytische Anämie
- Kongenitale Sphärozytose
- Akuter Blutverlust
- stattgehabte Transfusion
- Hb F-Erhöhung
- Urämie (Carbamylierung des Hämoglobin – Störung der ladungsabhängigen Trennverfahren)
- Chronische Eisenmangelanämie
- Massive Hypertriglyceridämie
- Alkoholismus (Entstehung von Hämoglobin mit HbA1c-Mobilität)
- Hohen Tagesdosen von Aspirin (>500 mg/d führen zu Acetylierung des Hämoglobin mit verstärkter negativer Ladung)
- Beta-Lactam-Antibiotika (führen zu penicilloyiertem Hämoglobin mit veränderter Mobilität)
- = korrekte Messung des glykierten Hb
+ = Störfaktor wirksam, falsches Ergebnis
+/- = muss erkannt und Resultat korrigiert werden
AC = Affinitätschromatographie
IC = Ionenaustauschchromatographie
IA = Immunoassay

