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Kategorie: für Fachkräfte
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Risiko für Mikroalbuminurie und der Entwicklung einer Makroalbuminurie bei Patienten mit Typ 1 Diabetes und Manifestation im Kindesalter |
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Für Kinder und Jugendliche werden von der ADA mit < 7,5% für Teenager und <8% bei Kindern deutlich höhere Zielwerte für das HbA1C als für Erwachsene angegeben. In einer nunmehr vorgelegten prospektiven Beobachtungsstudie wurden 527 Typ 1 Diabetiker mit einem durchschnittlichen Manifestationsalter von 8,8 Jahren über knapp 10 Jahre beobachtet. Jährlich wurden HbA1C und die Albuminurie kontrolliert. Das durchschnittliche HbA1C betrug 9,8% die Prävalenz der Mikroalbuminurie betrug 25,7% nach 10 und 50,7% nach 19 Jahren Diabetesdauer. Nur das HbA1C hatte einen prädiktiven Wert für die Entwicklung der Mikroalbuminurie. Eine Erhöhung des HbA1C um 1% ergab ein Zunahme des Risikos um 35%, eine Mikroalbuminurie zu entwickeln. Mädchen waren häufiger (53% vs.47%) davon betroffen. 48% der Patienten entwickelten im Beobachtungszeitraum eine Mikroalbuminurie und 13% eine Makroalbuminurie. Das Durchschnittsalter bei der Progression zur Makroalbuminurie betrug 18,5 Jahre. Bei 52% konnte nach durchschnittlich 4,9 Jahren eine Regression zur Normalbuminurie dokumentiert werden. Anders als in vergleichbaren Studien fand sich kein Zusammenhang mit dem Manifestationsalter des Diabetes. Blutdruck und Rauchen zeigten bezüglich Mikroalbumiurie bei den Jugendlichen keinen Einfluss. Kommentar: Bemerkenswert ist der Umstand, dass die Daten der Studie einem Register in England entnommen wurden und nicht aus einer Studiengruppe. Damit ist auch die Ausgangssituation mit dem hohen HbA1C erklärbar. Das entspricht damit eher einer Klientel einer Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche. Betreuung und Behandlung von jugendlichen Diabetikern gehört zu den schwierigsten Aufgaben in der Diabetologie. Sind zunächst die Eltern entscheidend in die Betreuung eingebunden, so wird die Verantwortung schrittweise dem Jugendlichen übertragen. In der Phase der Pubertät werden Werte und Autoritäten in Frage gestellt. Die körperlichen und psychischen Veränderungen und damit typisch verknüpften wechselnden Wertehierarchien des Jugendlichen verändern auch die Arzt-Patientbeziehung. Dazu kommt häufig ein Wechsel des Betreuungssystems und Loslösung vom Kinderarzt. Die Studie gibt einen Anhalt, wie wichtig eine gute oder zumindest akzeptable Diabeteseinstellung für die Entwicklung der mikrovaskulären Veränderungen ist. |
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Autor : Rakesh Amin et al. Titel : Risk of microalbuminuria and progression to macroalbuminuria in a cohort with childhood onset type 1 diabetes : prospective observational study Quelle : BMJ 2008; 336: 697-701 |
Quelle:
http://www.sanofi-aventis.at
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| Newsletter Nr. 14/2008 |