Abschaffung der Diabetiker-Lebensmittel verzögert sich weiter
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- Kategorie: Gesundheitspolitik
15. April 2010 Berlin
Abschaffung der Diabetiker-Lebensmittel verzögert sich weiter
Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzen sich Experten für die Abschaffung von Diabetiker-Lebensmittel ein. Nach wissenschaftlichem Kenntnisstand sind diese eher schädlich als nützlich: zu hoher Fructose-, Energie- und Fettgehalt und zudem noch überteuert. Nach einer Anhörung im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Anwesenheit von Vertretern der Organisation diabetesDE im Oktober 2009 wurde die Abschaffung beschlossen. Allerdings hat das Ministerium nun im Entwurf zur Änderung der Diätverordnung eine Übergangsfrist von zwei Jahren plus Haltbarkeitsdatum genehmigt, unverständlich aus Sicht von diabetesDE.
Ein generelles Zuckerverbot für Menschen mit Diabetes lässt sich wissenschaftlich schon lange nicht mehr begründen. Daher kämpfen Experten seit mehr als 20 Jahren für die Abschaffung der Diabetiker-Lebensmittel. Bei der letzten Anhörung im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Oktober 2009 hat diabetesDE gefordert, dass die Übergangsfrist der Diabetiker-Lebensmittel nach der Abschaffung so kurz wie möglich gehalten werden sollte, um rasch die notwendige Klarheit für Menschen mit Diabetes zu gewährleisten.
Umso unverständlicher nun die Entscheidung:"diabetesDE begrüßt zwar die Abschaffung, bedauert aber, dass das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Übergangsfrist zur Abschaffung der Diabetiker-Lebensmittel von zwei Jahren plus Haltbarkeitsdatum einräumen will. Hier wurden die Interessen der Lebensmittelhersteller klar über die Interessen der Menschen mit Diabetes gestellt. ", sagt Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von diabetesDE.
Quelle: http://www.diabetesde.org, diabetesDE

